Deutschland
09.10.2026: 3,494 %; Vorwoche 02.10.2026: 3,455 %. Vergleichbare Marktrendite der zehnjährigen deutschen Bundesanleihe.
Der wöchentliche Marktbericht von Lotspeich Immobilien ordnet die wichtigsten Zins- und Kapitalmarktdaten ein und zeigt, was sie für Käufer, Eigentümer und die Immobilienpreise in München sowie den Landkreisen München, Freising, Erding, Ebersberg, Starnberg und Fürstenfeldbruck bedeuten.
Der aktuelle Stand wird jeweils mit einem genau datierten Vergleichswert derselben Quelle beziehungsweise derselben Konditionslogik verglichen. Wochenendwerte werden mit dem letzten verfügbaren Handelstag angesetzt.
09.10.2026: 3,494 %; Vorwoche 02.10.2026: 3,455 %. Vergleichbare Marktrendite der zehnjährigen deutschen Bundesanleihe.
08.10.2026; Vorwoche 01.10.2026: 5,24 %. Letzter bei Berichtserstellung veröffentlichter offizieller FRED-Wert.
07.10.2026; Vorwert 05.10.2026: 4,07 % / 4,17 %. Gleiches repräsentatives Beispiel über 350.000 €.
Wirksam seit 16.09.2026; Vorwoche ebenfalls 2,50 %. Reuters-Poll vom 05.–08.10.: 64 von 73 Ökonomen erwarten 2,75 % im Dezember.
| Indikator | Aktueller Wert | Vorwochenwert | Veränderung | Einordnung |
|---|---|---|---|---|
| 10-jährige Bundesanleihe | 3,494 % (09.10.) | 3,455 % (02.10.) | +3,9 Basispunkte | negativ |
| 10-jährige US-Treasury | 5,22 % (08.10.) | 5,24 % (01.10.) | −2 Basispunkte | leicht positiv |
| Dr.-Klein-Beispiel, 10 Jahre | 4,06 % Soll / 4,16 % eff. (07.10.) | 4,07 % Soll / 4,17 % eff. (05.10.) | −1 / −1 Basispunkt | leicht positiv |
| EZB-Einlagenzins | 2,50 % (seit 16.09.) | 2,50 % (05.10.) | 0 Basispunkte | negativ im Ausblick |
Baufinanzierung: Nettodarlehen 350.000 €, zehn Jahre Sollzinsbindung; der individuelle Zins hängt insbesondere von Beleihung, Bonität, Eigenkapital, Objekt und Tilgung ab. Die US-Reihe ist eine modellierte Par-Rendite aus indikativen Geldkursen, keine Einzeltransaktion.
Die vergleichbare deutsche Zehnjahresrendite stieg im Wochenvergleich um rund 4 Basispunkte auf 3,494 %. Der letzte bei Berichtserstellung veröffentlichte offizielle FRED-Wert für die US-Zehnjahresrendite sank dagegen um 2 Basispunkte auf 5,22 %. Beim repräsentativen Dr.-Klein-Beispiel gab der effektive Jahreszins lediglich um einen Basispunkt auf 4,16 % nach. Das ist eine Seitwärtsbewegung, keine spürbare Finanzierungsentlastung.
Der Einlagenzins beträgt seit 16. September 2026 offiziell 2,50 %. Gegenüber der Vorwoche gab es keine Änderung.
Im Reuters-Poll vom 5. bis 8. Oktober erwarteten 70 von 73 Ökonomen für den 29. Oktober unveränderte 2,50 %; 64 von 73 rechnen im Dezember mit einer Erhöhung auf 2,75 %. Das ist eine Umfrage, keine EZB-Zusage.
Die Bundrendite zog leicht an, während der letzte offizielle US-Wert geringfügig sank. Beide Renditen liegen weiterhin auf einem Niveau, das die Refinanzierungskosten hoch hält.
Ein Basispunkt weniger beim repräsentativen Bauzins verändert die Monatsrate praktisch kaum. Eigenkapital, Tilgung, Energiezustand und ein marktgerechter Kaufpreis bleiben die entscheidenden Stellhebel.
AbschlusspreiseStadt München1. Halbjahr 2026
Der Gutachterausschuss München meldet gegenüber dem ersten Halbjahr 2025 insgesamt +3 % Kaufverträge und +7 % Geldumsatz auf rund 5,4 Mrd. €. Wiederverkaufte Eigentumswohnungen lagen über die Baujahresgruppen im Mittel 1 % über Vorjahr. Doppel- und Reihenhäuser verzeichneten dagegen in fast allen Teilmärkten Preisrückgänge. Diese Daten beruhen auf notariellen Kaufverträgen und bilden tatsächliche Abschlüsse ab.
AngebotspreiseMünchenQ3 2026
Das am 2. Oktober veröffentlichte ImmoScout24-WohnBarometer weist für Bestandswohnungen in München 8.309 €/m² aus: −0,4 % zum Vorquartal, aber +1,3 % zum Vorjahresquartal. Neubauwohnungen liegen bei 10.541 €/m², ebenfalls −0,4 % zum Vorquartal und +0,7 % zum Vorjahr.
Der immowelt-Preiskompass vom 30. September kommt für Münchner Bestandswohnungen dagegen auf +0,8 % zum Vorquartal und für Bestandshäuser auf +2,3 %. Beide Reihen beruhen auf modellierten Inseratsdaten, verwenden aber unterschiedliche Referenzobjekte und Verfahren. Die Abweichung wird deshalb nicht geglättet: Sie spricht eher für eine Seitwärtsbewegung mit starker Objekt- und Methodikabhängigkeit als für einen eindeutigen kurzfristigen Preistrend.
Gutachterausschuss: veröffentlicht 25.08.2026, Bezugszeitraum H1 2026, notarielle Abschlüsse. ImmoScout24: veröffentlicht 02.10.2026, Q3 2026, modellierte Angebotspreise. immowelt: veröffentlicht 30.09.2026, Q3 2026, hedonisch bereinigte Angebotspreise.
Nach dem ImmoScout24-WohnBarometer Q3 2026 liegt die modellierte Angebotsmiete für eine Münchner Bestandswohnung bei 20,20 €/m². Das entspricht +0,4 % zum Vorquartal und +3,0 % zum Vorjahresquartal. Im Neubau werden 27,57 €/m² ausgewiesen: +0,6 % zum Vorquartal und +5,4 % zum Vorjahr.
Für die Referenzwohnung mit 70 m² ergeben sich damit rund 1.414 € Kaltmiete im Bestand und rund 1.930 € im Neubau. Deutschlandweit stiegen die Mietanfragen in den Metropolen im Quartalsvergleich um 6 %, während sie im Metropolen-Umland um 3 % zurückgingen. Diese Nachfragewerte gelten für die jeweilige Raumkategorie und sind kein eigener Messwert nur für München oder einzelne Landkreise.
Quelle veröffentlicht am 01.10.2026; Bezugszeitraum Q3 2026. Referenzobjekt: 2 Zimmer, 70 m². Die Daten bilden Neuangebote ab, nicht laufende Bestandsmietverträge.
Der jüngste öffentlich zugängliche IVD-Regionalstand wurde am 16. Juni 2026 veröffentlicht und bezieht sich auf Frühjahr 2026 gegenüber Herbst 2025. Die ausgewiesenen Kauf- und Mietpreise beziehen sich auf guten Wohnwert beziehungsweise gute Wohnlage. Es handelt sich nicht um neue Wochenwerte; deshalb wird kein künstlicher Wochenvergleich angegeben.
| Teilmarkt | Kaufbewegung | Miet-/Angebotssignal | Abdeckung und Datenart |
|---|---|---|---|
| München Stadt | Bestands-ETW +0,6 % im IVD-Halbjahresvergleich; notarieller GAA-Stand: ETW im Mittel +1 % ggü. H1 2025 | Bestandsmieten +1,4 % im IVD-Halbjahresvergleich | IVD: Marktpreise gute Lage; GAA: tatsächliche Abschlüsse |
| Landkreis München | Der IVD-Bericht deckt den Landkreis ab, veröffentlicht in der frei zugänglichen Pressemitteilung jedoch keinen eigenen, getrennten Veränderungswert. Eine belastbare Kreiszahl wird daher nicht ergänzt. | Regionale Abdeckung vorhanden, öffentliche Einzelzahl fehlt | |
| Freising | Gebrauchte ETW +1,1 % | Mietangebot regional knapp; kein separater Mietänderungswert in der Pressemitteilung | Kreisstadt, IVD, Frühjahr 2026 ggü. Herbst 2025 |
| Erding | Bestands-EFH +3,1 % | Bestandsmieten +2,0 % | Kreisstadt, IVD, Frühjahr 2026 ggü. Herbst 2025 |
| Ebersberg | Bestands-EFH −1,5 %; gebrauchte ETW −1,1 % | Bestandsmieten +0,7 % | Kreisstadt, IVD, Frühjahr 2026 ggü. Herbst 2025 |
| Starnberg | Bestands-EFH unverändert; gebrauchte ETW 6.520 €/m², teuerste untersuchte Kreisstadt | Ausgeprägter Nachfrageüberhang am Mietmarkt | Kreisstadt, IVD, Frühjahr 2026 ggü. Herbst 2025 |
| Fürstenfeldbruck | Bestands-EFH +1,7 %; durchschnittlich 856.000 € | Ausgeprägter Nachfrageüberhang am Mietmarkt | Kreisstadt, IVD, Frühjahr 2026 ggü. Herbst 2025 |
Im Durchschnitt der untersuchten Umland-Kreisstädte stiegen Bestands-Einfamilienhäuser um 0,5 %, gebrauchte Eigentumswohnungen um 0,2 % und Bestandsmieten um 1,1 %.
Kreisstadtwerte sind keine vollständigen Landkreis-Durchschnittswerte. Für alle genannten Landkreise liegt öffentlich keine einheitliche, wöchentlich aktualisierte Reihe zu Angeboten, Preisen und Mieten vor.
Vereinfachte Annuitätenrechnung für 600.000 € Darlehen und 2 % anfängliche Tilgung. Nebenkosten und individuelle Konditionen bleiben unberücksichtigt.
Das entspricht rund 60 € weniger pro Jahr, sofern Darlehenssumme und Tilgung gleich bleiben. Die Veränderung ist praktisch gering und kein eigenständiger Nachfrageimpuls.
Die ersten 10 bis 14 Vermarktungstage bleiben entscheidend. Die minimale Zinsbewegung rechtfertigt keinen spekulativen Preisaufschlag; Angebotspreisdaten zeigen aktuell keine einheitliche Richtung.
Heizung, Dach, Fenster, Energieeffizienz, Rücklagen und Sonderumlagen müssen nachvollziehbar dokumentiert sein. Unklarheit wird derzeit besonders hart eingepreist.
Stabile Münchner ETW-Abschlüsse und knappe Mietmärkte sprechen gegen pauschale Abschläge. Lage, Zustand und Zielgruppe müssen objektbezogen bewertet werden.
Qualifizierte Anfragen, Finanzierungsfähigkeit, Besichtigungsquote und konkrete Einwände sollten wöchentlich ausgewertet werden. Bleibt Resonanz aus, früh reagieren.
Das Gesamtsignal für KW 42 lautet weiterhin negativ. Positiv wirken der um 2 Basispunkte niedrigere letzte offizielle US-Wert und der um einen Basispunkt gesunkene repräsentative Bauzins. Dagegen stehen die leicht höhere Bundrendite, das weiterhin sehr hohe absolute Zinsniveau und die klare Erwartung eines weiteren EZB-Schritts im Dezember.
Bei den regionalen Angebotsdaten ist kein einheitlicher Aufschwung erkennbar: München bleibt im Q3-Portalvergleich uneinheitlich; in den Kreisstädten reichen die Oktoberbewegungen von leichten Rückgängen bis zu moderaten Zuwächsen. Für Eigentümer folgt daraus: realistisch einpreisen, Unterlagen und Investitionsbedarf vollständig offenlegen und die Resonanz in den ersten zwei Vermarktungswochen konsequent messen.
Die jüngsten Einordnungen bleiben als kompakte Historie erhalten.
Durchschnittswerte sind nur der Ausgangspunkt. Für den erzielbaren Preis zählen Mikrolage, Immobilienart, Zustand, Energie, Nutzung, Unterlagen und die konkrete Wettbewerbssituation.
Immobilie bewerten lassenDeutschland 10 Jahre ·Federal Reserve/FRED: US-Treasury ·Dr. Klein: Baufinanzierung ·EZB: Leitzinsen
Reuters: EZB-Umfrage 08.10.2026 ·Gutachterausschuss München ·IVD Süd: Münchner Umland
ImmoScout24: Kaufmarkt Q3 2026 ·ImmoScout24: Mietmarkt Q3 2026 ·immowelt: Preiskompass Q3 2026
Die dargestellten Werte und Einschätzungen dienen der allgemeinen Marktinformation. Angebotspreise und modellierte Portalwerte sind nicht mit notariellen Abschlusspreisen gleichzusetzen. Stand: 12.10.2026.